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Stimmungsbild: Windkraftwerke in der Abendsonne.
@iea
Stromproduktion

Erneuerbare decken bis 2030 Hälfte der weltweiten Stromnachfrage

Mit Solarenergie an der Spitze sind erneuerbare Energien laut neuem IEA-Bericht auf dem besten Weg, bis Ende dieses Jahrzehnts fast die Hälfte der weltweiten Stromnachfrage zu decken.

Laut einem neuen IEA-Bericht wird die Welt wird zwischen 2024 und 2030 mehr als 5.500 Gigawatt (GW) neue Kapazität an erneuerbaren Energien hinzufügen – fast dreimal so viel wie der Anstieg zwischen 2017 und 2023.

Erneuerbare Energien sind auf dem besten Weg, bis 2030 fast die Hälfte des weltweiten Stroms zu erzeugen, wobei der Anteil von Wind und Solar-PV laut Prognose auf 30% verdoppelt wird. Der Bericht betont jedoch die Notwendigkeit, dass Regierungen ihre Bemühungen verstärken, um variable erneuerbare Quellen wie Solar-PV und Wind sicher in Stromsysteme zu integrieren.

Photovoltaik führt

Laut dem Bericht wird China voraussichtlich fast 60% der weltweit installierten Kapazität erneuerbarer Energien zwischen jetzt und 2030 ausmachen. 2010 war es noch ein Drittel. Während China der Spitzenreiter ist, wächst unter den grossen Volkswirtschaften Indien derzeit am stärksten.

Alleine die Solar-Photovoltaik (PV) wird für 80% des Wachstums der globalen Kapazität verantwortlich sein – das Ergebnis des Baus neuer grosser Solarkraftwerke sowie eines Anstiegs der Solaranlagen auf Dächern von Unternehmen und Haushalten. Trotz anhaltender Herausforderungen steht laut dem IEA-Bericht auch der Windsektor vor einer Erholung, wobei sich die Expansionsrate zwischen 2024 und 2030 im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2017 und 2023 verdoppeln werde. Bereits jetzt seien Wind und Solar-PV die günstigsten Optionen, um neue Stromerzeugungskapazitäten in fast jedem Land hinzuzufügen.

Modernisierung tut not

Fast 70 Länder stehen laut der IEA davor, ihre aktuellen Ziele für 2030 zu erreichen oder gar zu übertreffen. Das Wachstum ist aber verhaltener als zuletzt die COP28-Klimakonferenz im Dezember 2023 gefordert hatte. Anstatt einer Verdreifachung steigt die weltweite Kapazität erneuerbare Energien im Vergleich zu 2022 bloss um das 2,7-fache. Politische Unsicherheiten müssten überwunden werden, heisst es im Bericht, Genehmigungsverfahren gestrafft und 25 Millionen Kilometer Stromnetze modernisiert, die Speicherkapazität bis 2030 auf 1500 GW ausgebaut werden.