Kühle Fakten gegen heisse Luft
Warme Luft bleibt warme Luft, allen Wundermaschinen zum Trotz. Physiker Florian Aigner macht in einem Beitrag auf Futurezone darauf aufmerksam und bricht eine Lanze für den Ventilator.
Warme Luft bleibt warme Luft, allen Wundermaschinen zum Trotz. Physiker Florian Aigner macht in einem Beitrag auf Futurezone darauf aufmerksam und bricht eine Lanze für den Ventilator.
Allerlei Wundergeräte versprechen Kühlung. Die Verlockung ist gross. Vergessen wird dabei gerne, dass sich die Physik nicht überlisten lässt.
Energie – die Wärme im Zimmer – kann nicht einfach vernichtet, sondern sie muss abgeführt werden. Dies ist der wichtigste Grundsatz, den uns Aigner in Erinnerung ruft. Und warme Luft nistet sich gerne in den oberen Etagen unter dem Dach ein. Somit hilft nur ein richtiges Klimagerät mit einem «Fluchttunnel» für die Wärme.
Verdunster sorgen für mehr Luftfeuchtigkeit, möglicherweise schlimmer als die Wärme selbst. Feuchte Hitze drückt uns noch tiefer in die Siesta. Und Schimmel droht. Geräte produzieren selbst wieder Wärme und kosten teilweise Unsummen.
Den guten, alten Ventilator findet Aigner immer noch am besten. Denn: Wir spüren eigentlich weniger die Hitze, vielmehr unsere mangelnde Fähigkeit des Wärmeaustausches zwischen Körper und Umgebung. Wir schwitzen wie der Hund hechelt.
Ein feuchtes Tuch auf die Stirn oder um den Hals hilft auch. Oder ein Fächer. Und das Bewusstsein, dass heisse Luft vielerorts auch ganzjährig produziert wird. Dagegen helfen nur kühle Fakten.