ETH rechnet mit schlimmstem Klimaszenario
Die Erde erwärmt sich stärker als bisher vorausgesagt. Mit schlimmen Folgen auch für die Schweiz, sagt eine neue ETH-Studie.
Die Erde erwärmt sich stärker als bisher vorausgesagt. Mit schlimmen Folgen auch für die Schweiz, sagt eine neue ETH-Studie.
Gemeinsam mit MeteoSchweiz untersuchte die ETH mögliche Klimaszenarien für die Schweiz angesichts der globalen Erwärmung.
Dabei wurden drei Szenarien entworfen: Die Welt wird um 1,5 Grad, 2 Grad oder 3 Grad wärmer als in der vorindustriellen Zeit. Der Bericht Climate CH2025 zeigt nun auf, dass die Schweiz überdurchschnittlich betroffen ist. Ein Temperaturanstieg um 4,9 Grad ist möglich. Die aktuelle Studie stützt sich zusätzlich auf Satellitenmessungen.
Noch gibt es Hoffnung: Würden die Emissionen jetzt drastisch gesenkt, könnten sich die Erwärmungsszenarien laut den Forschenden halbieren. In der Praxis bedeute dies, dass die weltweiten Emissionen bis etwa 2030 halbiert und spätestens bis 2050 auf null gesenkt werden müssen.
Alarmierende Darstellungen sind laut den Studienautoren fehl am Platz. Sie schlagen positive Ansätze vor. Das bedeute, Benzinautos durch Elektroautos, Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen oder Geothermie zu ersetzen und erneuerbare Energien auszubauen, so Sonia Seneviratne, Leiterin des Instituts für Atmosphären- und Klimawissenschaften an der ETH Zürich und Mitautorin der Studie gegenüber srf.ch.